12.09.2009 | Pilot-Rezi:The Vampire Diaries
Und wieder gibt es eine neue Vampir-Serie im US-TV, ‘The Vampire Diaries’, welche auf dem amerikanischen Sender ‘The CW’ ausgestrahlt wird.
Die Vampirtagebücher basieren auf der Romanserie von L.J.Smith. Die Bücher sind für junge Leser / Teenager ausgelegt, so spielt auch die Serie in einer Highschool-Kulisse mit aufgestylten Twens, die bei Sonnenschein in der Schule herumlaufen und mehr oder weniger interagieren.
Da haben wir Elena, das Objekt der Begierde und Protagonistin der Serie, um welche sich das vampirische Brüderpaar Stefan und Damon Salvator wohl buchstäblich reißen werden – Stefan der Leidende, Damon der ‘Schurke’, der sein Vampirdasein genießt.
Der Quoten-Süchtige darf ebenfalls hier nicht fehlen und tritt auf in Gestalt von Elena´s Bruder Jeremy. Um ihn sammelt sich eine winzige Gruppe von blassen ‘Crack’-Kindern.
Elena´s und Jeremy´s Eltern kamen bei einem Autounfall ums Leben, somit gibt es einen guten Grund, regelmäßig auf dem Friedhof abzuhängen und ins Tagebuch zu schreiben. Geteiltes Leid ist halbes Leid und da wir alle wissen, daß Vampire und Friedhöfe super zusammen passen, gesellt sich auch schon bald wabernder Nebel und eine impertinente Krähe zu Elena.
Der leidende Teenage-Vampir Stefan und Elena scheinen sich gefunden zu haben. Er entwickelt eine Edward-Cullen-ähnliche Stalker-Natur und steht mehr als nur einmal überraschend vor Elena´s Tür.
Sein seltsames Interesse an Elena bleibt seinem Bruder Damon nicht verborgen und schon bald bekommt er Besuch von ihm, um ‘dezent’ an die Hierarchie zwischen den beiden erinnert zu werden. Natürlich wird Damon´s Interesse geweckt, und er wird sich gewiss der Herausforderung annehmen, Stefan´s Leben in der Kleinstadt zur Hölle zu machen.
Meinung zu den Charakteren
Elena Gilbert ist die menschliche Hauptfigur der Handlung. Sie repräsentiert die leidende, interessante Schülerin, die Stefan´s Interesse weckt. Bisher ist die Figur noch nicht sehr interessant und bietet wenig Tiefe. Sie hängt oft auf dem Friedhof herum, schreibt in ihr Tagebuch und besucht Parties.
Stefan Salvatore ist der typische leidende Vampir, der noch jung genug aussehen soll, um in einer Highschool eingeschrieben zu sein. Ehrlich gesagt bewerte ich den Schauspieler Paul Wesley für diese Rolle nicht als die erste und beste Wahl. Im Pilot wird er als ‘Hot-ee’ bezeichnet und die Erwartungen steigen beim Zuschauer unweigerlich. Als der mysteriöse Fremde sich dann umdreht und die Sonnenbrille abnimmt, kommt die große Enttäuschung. Paul Wesley kommt eher kantig daher und mit einem wuchtigen Kinn, wenig vampirisch.
Seine Rolle ist vergleichbar mit allen vergangenen Charakteren aus dem Vampirgenre, die sich vom klassischen Vampirlebensstil eher abwenden wollen: Nick Knight, Louis de Pointe du Lac oder Mick St.John.
Damon Salvatore ist der einzige wirklich interessante Charakter soweit. Es mag auch klischeereich klingen, aber wie so oft ist der Gegenspieler im Plot der interessanteste Part. Sein Auftritt erhellt die Langeweile von ‘Vampire Diaries’ und das Highschool-Einerlei erheblich. Er wird für mich der Hauptgrund sein, dass ich die Serie weiterverfolgen werde. Ian Somerhalder spielt die Begegnung zwischen den Brüdern mit Spaß und genügend Charisma, damit man ihm den herausfordernden Blutsauger, der seinen Bruder gern leiden sieht, abnimmt.
Natürlich wurde auch Damon die zu erwartenden Phrasen eines Vampirschurken in den Mund gelegt. Trotzdem bleibt die Würze und wenn er pfeifend davongeht und seinen Bruder im Schmutz liegen lässt mit dem Versprechen, alles etwas komplizierter zu machen, ist mein Interesse definitiv geweckt.
Sein Part weist Ähnlichkeiten mit folgenden Charakteren aus Filmen und Büchern auf: Lestat de Lioncourt, Lucien Lacroix.
Jeremy Gilbert ist der mit Drogen dealende und selbst konsumierende Bruder von Elena. Er wird gespielt von Steven R. McQueen, der dem Charakter eine dunkle, gebrochende Aura verleiht. Ich habe eine Schwäche für gebrochene Charaktere und Drogen-Geschichten, erwarte aber erst einmal nicht zuviel von der Handlung um diese Figur.
Bonnie Bennett ist Elena´s Freundin und das hellsehende Medium. Ihre Vorahnungen scheinen alle ein Fünkchen Wahrheit zu besitzen und nach Stefan´s Auftauchen sieht sie obskure Bilder in Elena´s Nähe. Ich weiß nicht, was so furchtbar an der Szene mit der Krähe und dem Nebel sein soll, jedoch weiß sie sofort, daß sich Dinge ändern werden.
Erster genereller Eindruck
Ich war zuerst sehr gelangweilt vom über-präsenten Highschool-Feeling und den vielen offensichtlichen Stil-Parallelen zu ‘Twilight’ – selbst der Soundtrack klingt ähnlich, wobei ich doch erfreut war über ‘Running Up That Hill’ von Placebo.
Die Tatsache, daß auch dieser ‘jahrhunderte alte’ Vampir plötzlich aus seinem sonst zurückgezogenen Leben in den Schatten hervortritt und einen der schlimmsten Plätze – die Schule – dauerhaft aufsuchen will, ist eher unglaubwürdig.
Die Langeweile wird jedoch für mich persönlich erst leicht verdrängt mit Damon´s Auftreten. Ich hoffe, durch ihn etwas Vampiraction sehen zu dürfen!
Bilder aus dem Pilot
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Ein Kommentar to “Pilot-Rezi:The Vampire Diaries”
Jeremy? WTF? Wow nicht nur die Charaktere hohl und lächerlich gestaltet, sondern auch noch Charaktere ausgelassen und dafür eine weitere Hohlbirne dazu gepackt. Ich glaube ich sehe mir den Kack am besten gar nicht erst an.
Die Bücher sind für Erwachsene Einsteiger vielleicht etwas einfach gestrickt, aber so debil wie alles das was hier über die Serie steht ist es auch nun wieder nicht. Bei weitem nicht … Bonnie scheinen sie ja auch total vermurkst zu haben, Meredith mein absoluter Lieblingscharakter scheint ja gar nicht vorzukommen. Ich könnte kotzen, entweder man ändert alles und behält nur das grobe Konzept bei oder man verfilmt die Bücher so wie sie sind …




